Ratgeber Fundament

Bodenplatte oder Keller?

Diese Entscheidung fällt auf Ihrem Grundstück, nicht im Hauskatalog

Beides ist beim Danwood-Haus möglich. Für Ihre Bodenplatte oder Ihren Keller unterbreitet Danwood Ihnen gern ein Angebot, die Umsetzung realisieren Partnerfirmen. Was auf diesem Angebot steht, hängt weniger vom Hausmodell ab als von vier Punkten: Bodenklasse, Grundwasserstand, Hanglage und Ausbaugrad. Wie Sie die für Ihr Grundstück klären, bevor Sie sich festlegen, steht auf dieser Seite.

Der 3-Fragen-Schnellcheck

Beantworten Sie diese drei Fragen ehrlich, dann wissen Sie in 60 Sekunden, in welche Richtung es bei Ihnen geht.

1

Haben Sie ein Hanggrundstück?

Als Faustregel gilt: Ab etwa 3 % Gefälle kann ein Keller die sinnvollere Lösung sein. Er nutzt den Hang, statt ihn aufwendig auszugleichen, und das Aushubmaterial lässt sich oft auf dem Grundstück verteilen.

2

Ist das Grundstück sehr klein?

Als Faustregel gilt: Bei unter 400 m² Grundstücksfläche in gefragten Lagen wie Düsseldorf oder Meerbusch kann es sich lohnen, Nutzfläche nach unten zu planen statt in die Breite.

3

Planen Sie einen Wohnkeller?

Nur ein beheizter, gedämmter Keller mit Fenstern bringt Wohnwert. Beim reinen Lagerkeller bleiben Aushub, Abdichtung und Rohbau dieselben, der Nutzen ist aber ein ganz anderer.

Fazit des Schnellchecks

Dreimal Nein spricht für die Bodenplatte. Bei mindestens einem Ja lohnt es sich, beide Varianten für Ihr Grundstück durchrechnen zu lassen. In beiden Fällen gilt: Erst das Baugrundgutachten, dann die Planung.

Vier Faktoren bestimmen den Preis

Ob Bodenplatte oder Keller: Der Preis entsteht am Grundstück. Diese vier Punkte klären Sie am besten vor der Planung.

FaktorWas er verändertWoher Sie die Antwort bekommen
BodenklasseFels, Lehm oder aufgefüllter Boden verändern Aushub, Abtransport und GründungBaugrundgutachten
GrundwasserSteht Wasser hoch an, braucht der Keller eine druckwasserdichte KonstruktionBaugrundgutachten, untere Wasserbehörde
HanglageAm Hang wird aus dem Keller belichteter Wohnraum, in der Ebene bleibt er UntergeschossVermessung und Höhenplan
AusbaugradLager und Technik oder beheizter Wohnraum mit Fenstern, Dämmung und ElektrikIhre eigene Planung

Warum hier keine Keller-Pauschale steht

Jede Zahl, die im Netz kursiert, stammt von einem anderen Grundstück. Zwischen einem Keller im tragfähigen Boden ohne Grundwasser und einem Keller mit Felsaushub und Wasserhaltung liegen Welten, und zwar auf derselben Straße. Wer das mit einer Pauschale überdeckt, verschiebt die Überraschung nur nach hinten.

Belastbar wird die Zahl mit Baugrundgutachten und Höhenplan. Genau dann rechnen wir Ihnen beide Varianten durch, damit Sie von Anfang an mit einer realistischen Gesamtsumme planen können, auch beim Banktermin.

Ein Quadratmeter Keller ist kein Quadratmeter Wohnraum

Weniger Tageslicht, kühlere Oberflächen, höhere Luftfeuchtigkeit. Nach der Wohnflächenverordnung sind reine Kellerräume Zubehörräume und zählen nicht zur Wohnfläche.

Wer denselben Betrag stattdessen in ein größeres Erd- oder Obergeschoss steckt, bekommt Fläche mit Fenstern und vollem Wohnwert.

KfW-Förderung: Auch der Keller muss EH40 erfüllen

Wenn Sie KfW-Förderung für ein Effizienzhaus 40 beantragen möchten, muss auch der Keller die Dämmstandards erfüllen (U-Wert ≤ 0,25 W/m²K).

Ein Keller, der nur als Lager gedacht war, muss dafür nachgerüstet werden. Klären Sie diesen Punkt vor dem Förderantrag, sonst verschiebt sich Ihre Kalkulation im Nachhinein.

Was der Hauspreis abdeckt und was daneben steht

Das Fundament ist im Katalogpreis nicht enthalten. Das ist keine Besonderheit von Danwood, sondern in der Branche üblich.

Der Katalogpreis eines Fertighauses deckt in der Regel 70–80 % der Gesamtkosten ab. Das ist branchenüblich, denn er bezieht sich auf das Haus selbst und nicht auf das gesamte Bauprojekt. Zu den zusätzlichen Positionen zählen unter anderem Bodenplatte oder Keller, Erschließung, Hausanschlüsse und die Elektroabnahme.

Die Preise von Danwood beziehen sich auf das schlüsselfertige Haus inklusive Maler-, Fliesen- und Fußbodenarbeiten und auf den in der Bau- und Leistungsbeschreibung angegebenen Standard.

Wer das Fundament anbietet und wer es baut

Für Ihre Bodenplatte oder Ihren Keller unterbreitet Danwood Ihnen ebenfalls gern ein Angebot, die Umsetzung realisieren Partnerfirmen. Sie müssen den Tiefbau also nicht selbst zusammensuchen und bekommen die Position mit demselben Angebot kalkuliert wie das Haus.

Für die Bodenplatte selbst liegt der Danwood-Festpreis bei rund 22.200 €, für das Fundament der Wärmepumpe kommen rund 1.600 € hinzu. Beim Keller lässt sich das nicht pauschal beziffern, dafür sind die Unterschiede zwischen den Grundstücken zu groß.

Welche Posten sonst noch neben dem Hauspreis stehen, rechnet die Checkliste im Ratgeber Baunebenkosten in NRW für Ihre Wohnfläche mit.

Regionale Besonderheiten zwischen Rhein und Bergischem Land

In den PLZ-Bereichen 40-42 und 46-47 spielen drei Punkte beim Keller regelmäßig eine Rolle

PLZ 40 (Düsseldorf, Erkrath, Hilden, Langenfeld)

Hohes Grundwasser: Die Rheinnähe bedeutet oft Grundwasser bei nur 1,5 bis 2 m Tiefe. Dann braucht der Keller eine druckwasserdichte Konstruktion, im Fachjargon eine weiße Wanne. Machbar ist das fast immer, spürbar ist es im Preis auch.

Danwood-Tipp: In Erkrath-Hochdahl und Teilen von Mettmann ist die Situation besser. Lassen Sie in jedem Fall ein Baugrundgutachten machen, bevor Sie planen.

PLZ 42 (Wuppertal, Solingen, Remscheid, Velbert)

Hanglagen und Fels: Das Bergische Land hat vielerorts steinigen Untergrund. Muss der Fels gemeißelt oder gesprengt werden, wird der Aushub aufwendig, und der Aushub ist beim Keller die größte Position.

Danwood-Tipp: Am Hang kann der Keller trotzdem die bessere Wahl sein, weil dort echter Wohnraum entsteht. Das entscheidet der Höhenplan, nicht das Bauchgefühl.

PLZ 46-47 (Oberhausen, Duisburg, Krefeld, Moers)

Bergbau-Altlasten: Teile des westlichen Ruhrgebiets liegen in Bergsenkungsgebieten. Keller brauchen dort aufwendigere Gründungen und Bewegungsfugen.

Danwood-Tipp: Lassen Sie sich vom Katasteramt zeigen, ob Ihr Grundstück in einem Einwirkungsbereich liegt. Das gehört vor die Planung, nicht in die Bauphase.

Wann ein Keller trotzdem Sinn macht

Fairerweise müssen wir sagen: Es gibt Situationen, in denen ein Keller die bessere Wahl ist.

Hanggrundstück mit >3% Gefälle

Der Hang wird zum Vorteil: Das Untergeschoss ragt hangabwärts heraus und wird zum vollwertigen Wohngeschoss mit Tageslicht und eigenem Zugang zur Terrasse. Gegenüber einer aufwendigen Geländemodellierung für die Bodenplatte kann das die wirtschaftlichere Lösung sein.

Knappes Grundstück in gefragter Lage

In Meerbusch, Düsseldorf-Oberkassel oder Ratingen-Hösel ist Grundstücksfläche knapp und teuer. Wer dort Nutzfläche nach unten legt, statt die Bebauung in die Breite zu ziehen, holt mehr aus dem Grundstück. Das gilt für einen ausgebauten Wohnkeller, nicht für ein Lager.

Zweite Wohneinheit geplant

Soll im Untergeschoss eine abgeschlossene Wohnung für Angehörige entstehen, ändert sich die Rechnung. Dann entsteht dort Wohnraum statt Abstellfläche. Wichtig ist die Genehmigungsfähigkeit: Fenstergrößen, zweiter Rettungsweg und Raumhöhe müssen stimmen.

Nachweislich guter Baugrund

Sagt das Bodengutachten: tragfähiger Boden, kein Grundwasser im Baubereich, keine Altlasten, dann fallen die teuersten Risikozuschläge weg. Das ist der Fall, in dem sich ein Keller am ehesten rechnet.

Wofür das Budget sonst reicht

Fällt die Entscheidung gegen den Keller, bleibt Spielraum an anderer Stelle. Diese Posten zahlen sich im Alltag oft schneller aus.

Mehr Wohnfläche im Haus

Ein größerer Grundriss bringt Fläche mit Fenstern, Tageslicht und vollem Wohnwert statt Abstellfläche im Untergeschoss.

Garage mit Abstellraum

Eine Doppelgarage mit Abstellraum und Wallbox nimmt Reifen, Räder und Werkzeug auf, ebenerdig und trocken.

Garten und Außenanlagen

Terrasse, Wege, Carport und Gerätehaus stehen in vielen Kalkulationen ganz hinten und werden deshalb gern unterschätzt.

PV, Speicher und Wallbox

Photovoltaik mit Batteriespeicher senkt die laufenden Kosten Ihres Hauses Monat für Monat.

Auch Küche und Hausanschlüsse gehören in die Kalkulation. Sie stecken nicht im Hauspreis und werden gern vergessen, bis das Angebot auf dem Tisch liegt.

Häufig gestellte Fragen

Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn jede Zahl aus dem Netz stammt von einem anderen Grundstück. Den Ausschlag geben Bodenklasse, Grundwasserstand, Hanglage und Ausbaugrad. Für Ihre Bodenplatte oder Ihren Keller unterbreitet Danwood Ihnen gern ein Angebot, die Umsetzung realisieren Partnerfirmen. Mit Baugrundgutachten und Höhenplan bekommen Sie eine Zahl, mit der Sie auch bei der Bank planen können.
Nein. Nach der Wohnflächenverordnung sind reine Kellerräume Zubehörräume und gehören nicht zur Wohnfläche. Anders liegt der Fall am Hang, wenn dort ein beheiztes und belichtetes Untergeschoss entsteht. Für die spätere Bewertung Ihrer Immobilie ist das ein Unterschied, den Sie vor der Entscheidung kennen sollten.
In den Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss. Bei den Danwood-Häusern ist er in vielen Grundrissen bereits eingeplant. Die Wärmepumpe braucht dort weniger Platz als frühere Heizungsanlagen mit Öltank, sodass Technik, Waschmaschine und Trockner in einem Raum zusammenkommen.
Ein Gartenhaus, ein Abstellraum an der Garage oder ein ausgebauter Spitzboden lösen das Thema. Für reine Lagerfläche ist der Keller die aufwendigste Variante, weil Aushub, Abdichtung und Rohbau dieselben bleiben wie beim Wohnkeller.
Eine weiße Wanne ist eine wasserdichte Betonkonstruktion für Keller, die im drückenden Grundwasser stehen. In Rheinnähe ist sie regelmäßig nötig. Ob Ihr Grundstück betroffen ist, sagt das Baugrundgutachten, und erst danach lässt sich ein Keller belastbar kalkulieren.
Technisch: nein. Ein Keller muss vor dem Haus gebaut werden. Was geht: ein unterkellerter Anbau bei einer späteren Erweiterung. Der ist allerdings aufwendiger als ein Keller von Anfang an.
Für Ihre Bodenplatte oder Ihren Keller unterbreitet Danwood Ihnen ebenfalls gern ein Angebot, die Umsetzung realisieren Partnerfirmen. Das Haus selbst stellen Danwoods eigene Montageteams. Sie bekommen die Fundamentfrage also mitkalkuliert und müssen den Tiefbau nicht getrennt vergeben.
Ihre persönlichen Danwood-Ansprechpartner sind Christian Schlüer und Milan Marcus von danwood.nrw. Sie betreuen die Region Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Bergisches Land und Niederrhein (PLZ 40–42 und 46–47) und prüfen mit Ihnen anhand von Grundstück, Gefälle und Bodengutachten ehrlich, ob Bodenplatte oder Keller die wirtschaftlichere Lösung ist. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich, telefonisch bei Christian Schlüer (+49 151 5411 3404) und Milan Marcus (+49 172 6666 087) oder über den kostenlosen KI-Hausfinder auf danwood.nrw.

Noch unsicher?

Der KI-Hausfinder sortiert in wenigen Minuten vor, welche Danwood-Häuser zu Grundstück und Budget passen. Kostenlos und unverbindlich.

Bodenplatte oder doch Keller?

Nennen Sie uns Grundstück und Bodengutachten, wir rechnen beide Varianten durch, auch wenn die Antwort gegen den Keller ausfällt.